ÜFA - Übergang von fach- und hochschulausgebildeten Frühpädagoginnen und Frühpädagogen in den Arbeitsmarkt
Interner Bereich

Projektbeschreibung

Das Projekt ÜFA

Das Projekt ÜFA

Das Projekt ÜFA ist eine bundesweite Studie zur Berufseinmündung und zum Berufsverbleib von frühpädagogisch ausgebildeten Fachkräften. Dieses Verbundprojekt der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf, der Universität Koblenz-Landau und der Philipps-Universität Marburg wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Förderlinie „Ausweitung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte“ (AWiFF) gefördert.

 

Fragestellung und Ziele

Seit 2004 hat sich die Ausbildungslandschaft in Deutschland für frühpädagogisch ausgerichtete Arbeitsfelder grundlegend gewandelt. Mit den neuen Bachelor-Studiengängen an Hochschulen ist ein neues Ausbildungsprofil hinzugekommen. Im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens steht daher die Frage, wie sich Absolventinnen und Absolventen der Fachschulen bzw. Fachakademien und der neuen Hochschulstudiengänge im Bereich der frühen Kindheit auf dem Arbeitsmarkt platzieren. Darüber hinaus stehen u.a. folgende Fragen im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens:

  • Mit welchen Schwierigkeiten sind pädagogische Fachkräfte möglicherweise beim Berufsstart konfrontiert?
  • Welchen Zusammenhang gibt es zwischen den Profilen frühpädagogischer Ausbildungs- und Studiengänge und den (regionalen) Arbeitsmärkten (Stichwort: Fachkräftebedarf)?
  • Unter welchen Beschäftigungsbedingungen sind pädagogische Fachkräfte tätig?
    • In welchen Arbeitsfeldern platzieren sich die Befragten mittelfristig und welche Rolle spielt dabei die Kindertageseinrichtung?
    • Welche beruflichen Positionen nehmen die Befragten kurz- und mittelfristig ein und wie entwickelt sich ihre berufliche Laufbahn?
    • Welche Begründungsmuster lassen sich für berufsbiografische Entscheidungen rekonstruieren?

Ziel der Studie ist es, deutschlandweit erstmals vergleichbare Erkenntnisse über die Berufseinmündung und mittelfristige berufliche Platzierung von Absolventinnen und Absolventen pädagogisch ausgerichteter Ausbildungs- und Studiengänge zu gewinnen. Mit der Beantwortung dieser Fragen können Rückschlüsse und Empfehlungen zur Begleitung der beruflichen Einmündungs- und Platzierungsphase und zur Optimierung der Ausbildung entwickelt werden. Darüber hinaus können die Ergebnisse detaillierte Aufschlüsse über die Arbeitsfelder und die Arbeitsbedingungen der ersten Beschäftigung liefern.

 

Forschungsdesign

Erste Projektphase (November 2011 - März 2014)

Zur Umsetzung dieser Forschungsfragen kommt ein mehrstufiges Design zum Einsatz. Das Kernstück der ersten Projektphase bildet eine bundesweite, längsschnittlich angelegte Berufseinmündungsstudie von Absolventinnen und Absolventen frühpädagogischer Bachelorstudiengänge sowie der Ausbildungsgänge an Fachschulen bzw. Fachakademien. Der Befragungsumfang sieht bei den Hochschulen eine Vollerhebung vor. Bei den Fachschulen wird hingegen eine 70%-Stichprobe angestrebt. Im Rahmen der ersten Projektphase wurden zwei Befragungswellen realisiert. Die erste Befragung wurde im letzten Studien- bzw. Ausbildungsjahr durchgeführt, die zweite Befragung eineinhalb Jahre später. Im Rahmen der Erstbefragung wurden die Fachschülerinnen und Fachschüler bzw. die Studierenden zu ihren Berufswahlmotiven, ihrem bisherigen Bildungsverlauf, zu den Ausbildungs- bzw. Studieninhalten sowie zur Organisation der fachpraktischen und theoretischen Ausbildung befragt. Gegenstand der hierauf aufbauenden Zweitbefragung war der Prozess der Einmündung in eine erste Beschäftigung, die Beschäftigungsbedingungen der beruflichen Erstplatzierung sowie eine Bewertung des jeweiligen Ausbildungsprofils vor dem Hintergrund der beruflichen Tätigkeit.

 

 

Zweite Projektphase (April 2014 - März 2016)

Die zweite Projektphase schließt in Bezug auf die theoretische Rahmung der Untersuchungskonzeption eng an die erste Projektphase an. So wird auf der Basis einer sozialökologischen Perspektive davon ausgegangen, dass sowohl der bisherigen Biografie als auch institutionellen Rahmenbedingungen und distalen Merkmalen wie dem regionalen Arbeitsmarkt oder den jeweiligen landesrechtlichen Bestimmungen ein Einfluss auf die berufliche Platzierung zukommt. Das der ersten Projektphase zu­grunde liegende Rahmenmodell wurde für die zweite Projektphase modifiziert, indem statt der Einmün­dung in eine erste berufliche Tätigkeit nunmehr Fragen der kurz- und mittelfristigen beruflichen Platzierung in das Zentrum des Forschungsinteresses rücken.







Nutzen der Befragung und Ergebnistransfer

  • Die Schüler/-innen und Studierenden können mit Hilfe der Ergebnisse für den Übergang in das Berufsleben vorbereitet und beraten werden.
  • Die Ergebnisse liefern Hinweise zur Weiterentwicklung der Aus- und Weiterbildung frühpädagogischer Fachkräfte.
  • Für die beteiligten Ausbildungsinstitutionen kann eine standortbezogene Auswertung erstellt werden, die zur Evaluation und Weiterentwicklung dient (Akkreditierung).
  • Die Erhebungsinstrumente können den Fach- und Hochschulen für eigene Befragungen bereitgestellt werden.

 

Teilnahme an der Befragung

Die Befragung und die Nutzung der erhobenen Daten findet unter Einhaltung der Datenschutzbestimmungen statt. Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig und eine Nichtteilnahme bleibt folgenlos. Die Zustimmung zur Teilnahme kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

 

Projektlaufzeit (erste und zweite Projektphase)

Oktober 2011 - März 2016

 

Förderung

Das Projekt ÜFA wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.